Schulprogramm 
der Hauptschule Kobersdorf


1. Grundsatzfragen
1.1 Was sind unsere gemeinsamen Werte?
1.2 Vor welchen Herausforderungen stehen wir?
1.3 Wie reagieren wir darauf?

2. Maßnahmen
2.1 Text- und Datentechnik (TD)
2.2 Interessen - und Begabungsförderung (IBF)
2.3 Berufsorientierung und Berufsinformation (BOBI)
2.4 Stundentafel

3.  Lehrpläne
3.1 Umschichtungen
3.2 Lehrpläne der neuen Fächer
3.2.1 Lehrplan für Text- und Datentechnik
3.2.1.1 Maschinschreiben (1. Klasse):
3.2.1.2 Einführung in die Informatik (2. Klasse)
3.2.2 Lehrplan für Interessen- und Begabungsförderung
3.2.2.1 Lehrplan IBF - sprachlicher Bereich

4.  Konzept zur Personalentwicklung - schulinterne Fortbildung

5.  Evaluation


 
 
 

1.  Grundsatzfragen

1.1  Was sind unsere gemeinsamen Werte?

Wir sind eine Schule für alle 10-14jährigen (für den Bereich der Sekundarstufe I), in der Kinder aller kulturellen und konfessionellen Gruppen miteinander lernen.
Schüler, Eltern und Lehrer bemühen sich um eine offene, partnerschaftliche und leistungsorientierte Zusammenarbeit.

Die weitere Demokratisierung der Schule und die Umsetzung eines zeitgemäßen Bildungsauftrages sind leitende Grundideen unserer Arbeit.

1.2  Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Eine Vielzahl an Veränderungsprozessen in unserer dynamischen Gesellschaft erfordern neue Einstellungen, Techniken und Arbeitsweisen:


1.3  Wie reagieren wir darauf?

 Alle diese Veränderungen wirken sich auf die Schule aus und verlangen eine ständige Anpassung und Weiterentwicklung. Um diese Erwartungen zu erfüllen, bietet unsere Schule neue Unterrichtsschwerpunkte an:

Weiters wurden bei der „IST-ANALYSE" folgende Punkte erarbeitet: An diesen Aufgabenbereichen wird in Zukunft weitergearbeitet.
 


 
 
 
 

2. Maßnahmen

2.1  Text- und Datentechnik (TD)

Dieses Pflichtfach besteht aus den Teilbereichen Maschinschreiben und Einführung in die Informatik. Ziel dieses Faches ist es, allen Schülern der Hauptschule einen fundierten Zugang zu den Informations- und Kommunikationstechniken zu ermöglichen und das Zehn-Finger-Blindschreiben zu vermitteln. Dieser Gegenstand wird zwei Jahre geführt und zwar in der 1.Klasse als Pflichtgegenstand „Maschinschreiben" mit Notengebung (1 Wochenstunde) und in der 2. Klasse als Pflichtgegenstand „Informatik" mit  Notengebung (1 Wochenstunde).

Aufbauend auf diese Grundkenntnisse soll in der 3. und 4. Klasse die Anwendung in allen Pflichtgegenständen verstärkt wahrgenommen werden. Außerdem sollen interessierte Schüler der 3. und 4. Klassen an einer unverbindlichen Übung Informatik teilnehmen können.
 

2.2  Interessen - und Begabungsförderung (IBF)

In der 2. Klasse wird der Unterrichtsgegenstand IBF im Ausmaß von einer Wochenstunde als Verbindliche Übung eingeführt. IBF gliedert sich in folgende drei Bereiche:
 

Damit die Schüler jeden der drei Bereiche kennenlernen, erfolgt nach jeweils ca. 10 Wochenstunden  ein Wechsel der Gruppen. Die restlichen Wochenstunden am Ende des Schuljahres dienen der Reflexion und Ergebnisauswertung.
Die Schüler sollen  verstärkt ihre Interessen und Neigungen kennenlernen, und zu eigenständigem Arbeiten angeregt werden. Die Themen werden im ersten Planungsgespräch gemeinsam mit den Schülern erarbeitet. Soziales Lernen steht im Vordergrund.
Im Ausmaß von 20 Wochenstunden werden Themen zur Berufsorientierung und Berufsinformation  (BOBI) behandelt.
In der 3. Klasse wird IBF als Wahlpflichtfach im Ausmaß von zwei Wochenstunden geführt.
Zu Schulbeginn müssen sich die Schüler für einen Themenbereich entscheiden. Ein Wechsel in den Bereichen ist zu Halbjahr und Schulschluss möglich. Ein Einstieg in Französisch ist nachträglich nicht möglich. Die Schüler sollen ihre Erfahrungen in den Interessensgebieten verstärken. Zur Notenfindung sollen sich die Schüler aktiv am Notengespräch beteiligen und lernen, sich selbst richtig einzuschätzen.
 

In der 4. Klasse wird IBF im Ausmaß von zwei Wochenstunden weitergeführt.
Der Wechsel ist nur zwischen dem „musisch-kreativen" und dem „technisch-naturwissenschaftlichen Bereich" zu Schulbeginn möglich. Das Ein- oder Aussteigen in „Französisch" ist nicht mehr möglich.
Ab Halbjahr werden die Arbeiten in den einzelnen Bereichen mit Ausnahme von Französisch vorwiegend zur Vorbereitung auf weiterführende Schullaufbahnen bzw. auf die Arbeitswelt verwendet. Die Gruppenanzahl wird um eine erhöht.
 

2.3  Berufsorientierung und Berufsinformation (BOBI)

Zur Umsetzung der Themen aus dem Bereich Berufsorientierung bieten sich Fächerverbindungen zu folgenden Unterrichtsgegenständen an: Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, Geografie und Wirtschaftskunde, Geometrisches Zeichnen, Technisches Werken, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Physik und Chemie, Leibeserziehung, Ernährung und Haushalt.

2. Klasse:  20 Jahresstunden

1.) Wie lange habe ich noch Zeit für meine Berufs-/Schulwahl?
Bewusstwerden der persönlichen Situation und des Informationsbedarfes Abschnitt A des Lehrplanes

2.) Welche Begabungen und Fähigkeiten besitze ich?

Erforschen der eigenen Begabungen und Fähigkeiten Abschnitt A des Lehrplanes

3.) Welche Arbeiten würden mich interessieren?

Erforschen berufsrelevanter Interessen und Neigungen, Einflüsse auf den Berufswunsch überprüfen  - Abschnitte  A und G des Lehrplanes

4.) Welche Berufe könnten für mich passen?

Einblick in die Vielfalt der Berufe gewinnen, Berufsfelder als Orientierungshilfen für die Suche
nach möglichen Berufen nutzen können - Abschnitte F und J des Lehrplanes

3. Klasse:  12 Jahresstunden

1.) Welche Begabungen und Fähigkeiten besitze ich?

Erforschen der eigenen Begabungen und Fähigkeiten Abschnitt A des Lehrplanes

2.) Welche Berufe könnten für mich passen?
Schulveranstaltung:
Berufslehrpfad der Wirtschaftskammer Burgenland - Abschnitte F und J des Lehrplanes

3.) Ausbildungswege in Österreich.
Abschnitte F und J des Lehrplanes
Bearbeiten der Broschüren des Unterrichtsministeriums

4. Klasse:  32 Jahresstunden

1.) Wer kann mir bei der Berufs-/Ausbildungswahl helfen?
Schulveranstaltungen

Kennenlernen  entsprechender Einrichtungen - Abschnitte I und D des Lehrplanes

2.) Was wird in Berufen, die mich interessieren, verlangt - was wird geboten?
Anforderungen, Arbeitsplatzsituation, Entlohnung und Chancen am Arbeitsmarkt in ausgewählten Tätigkeitsbereichen erkunden und mit eigenen Fähigkeiten, Vorstellungen und Wünschen vergleichen - Abschnitte  A, E, F und G des Lehrplanes

3.)  Schulveranstaltungen:
Betriebserkundungen:

4.) Welche Ausbildung werde ich brauchen?
Verschiedene Ausbildungswege,  Eintrittsprobleme, Übertrittsmöglichkeiten, Anmeldeverfahren usw. kennenlernen - Abschnitt H des Lehrplanes

5.) Wozu gehe ich arbeiten?
Wert der Arbeit für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft - Abschnitt B des Lehrplanes

6.) Ausbildungsbereiche mit hoher geschlechtsspezifischer Nachfrage,
z.B. Friseurin, Mechaniker.
Erkennen der damit verbundenen Probleme und Konsequenzen - Abschnitte C und G des Lehrplanes

7.) Hat mein gewählter Beruf Zukunft?
Veränderbarkeit von Arbeit und Beruf erkennen und in die eigenen Überlegungen zur Berufswahl einbeziehen - Abschnitt E des Lehrplanes
 

2.4  Stundentafel

1. Klasse
 

Religion 2
Deutsch 5
Englisch 4 (-1)
Geografie und Wirtschaftskunde 2
Mathematik 4 (-1)
Biologie und Umweltkunde 2 (-1)
Physik und Chemie
Musikerziehung 2
Bildnerische Erziehung 2
Technisches Werken 2
Textiles Werken 2
Ernährung und Haushalt
Leibesübungen 3 "-1"
Text- und Datentechnik 1 "+1"
Stundentafel gültig ab dem Schuljahr 1997/98 

2. Klasse
 

Religion 2
Deutsch 4 "-1"
Englisch
Geografie und Wirtschaftskunde 2 (-1)
Mathematik
Biologie und Umweltkunde 1 (-1)
Physik und Chemie
Musikerziehung 2
Bildnerische Erziehung 2
Technisches Werken 2
Textiles Werken 2
Ernährung und Haushalt
Leibesübungen 3 (-1)
Text- und Datentechnik 1 "+1"
Geschichte und Sozialkunde 2 (-1)
Interessen-und Begabungsförderung
IBF-naturwissenschaftlich
IBF-Französisch
1
IBF-musisch-kreativ
 
(IBF - Orientierungsphase)  32 
Freigeg. MS wird ab dem Schj.1998/99 abgeschafft 
Stundentafel gültig ab dem Schuljahr 1998/99 

 

3. Klasse
 

Religion 2
Deutsch 4
Englisch 3
Geografie und Wirtschaftskunde 1 (-1)
Mathematik 4
Biologie und Umweltkunde
Physik und Chemie 2
Musikerziehung 1 (-1)
Bildnerische Erziehung 2
Technisches Werken 2
Textiles Werken 2
Ernährung und Haushalt 1 "-0,5"
Leibesübungen 3
Geschichte und Sozialkunde 2
IBF-Französisch *2
IBF-naturwissenschaftlich 2 "+2"
IBF-musisch-kreativ *2
Geometrisches Zeichnen 1,5
Stundentafel gültig ab Schuljahr 1999/2000 

4. Klasse:
 

Religion 2
Deutsch 4
Englisch 3
Geografie und Wirtschaftskunde 2
Mathematik 4
Biologie und Umweltkunde
Physik und Chemie 3 (-1)
Musikerziehung 1
Bildnerische Erziehung 1 (-1)
Technisches Werken 2
Textiles Werken 2
Ernährung und Haushalt 1,5
Leibesübungen 3
Geschichte und Sozialkunde 2
IBF-Französisch - 1.+2.Sem. *2
IBF-naturwissenschaftlich - 1.Sem./M 2.Sem.  2
IBF-musisch-kreativ - 1.Sem./E 2.Sem. *2
Geometrisches Zeichnen 1,5
IBF-Vorbereitungskurs - 2.Sem.: D *1
Die Mehrstunden + 3 werden durch - 4 Lehrerstunden 1./ 2. Klasse ausgeglichen             (+3) 
Stundentafel gültig ab dem Schuljahr 2000/2001 


 
 
 
 

 3.  Lehrpläne

3.1  Umschichtungen

Die neuen Unterrichtsfächer haben zu Stundenkürzungen in anderen Unterrichtsgegenständen geführt. Daher werden Stoffumschichtungen notwendig. Diese Umschichtungen werden folgendermaßen durchgeführt.

1. Klasse

Leibesübungen:
In diesem Fach wird keine inhaltliche Kürzung vorgenommen. Das Ausmaß reduziert sich um wöchentlich eine Stunde.

2. Klasse

Leibesübungen:
In diesem Fach wird keine inhaltliche Kürzung vorgenommen. Das Ausmaß reduziert sich um wöchentlich eine Stunde.

Biologie und Umweltkunde:
Das Ausmaß der Stunden wird um eine Wochenstunde gekürzt. Die Inhalte bleiben erhalten. Sie werden überblicksmäßig behandelt und an Hand von exemplarischen Beispielen dem Schüler vermittelt. Erweiterungsstoffe können vom Schüler je nach Interesse und Begabung im Selbststudium erarbeitet und präsentiert werden.
 

3. Klasse

Geometrisches Zeichnen:
In diesem Fach wird keine inhaltliche Kürzung vorgenommen. Das Ausmaß reduziert sich um wöchentlich 0,5 Stunden. Die Anzahl der Übungs- und Zeichenaufgaben wird um ein Drittel vermindert.

Ernährung und Haushalt:
Das Ausmaß der Stunden wird um 0,5 Wochenstunden gekürzt.
Folgende Lehrinhalte werden verlagert:
- Welternährungsprobleme werden in GW in der 4. Klasse behandelt
- Berechnung des Energie- bzw. Inhaltsstoffgehaltes von mindestens einer Speise anhand der Nährwerttabelle bzw. unter Verwendung eines einschlägigen Computerprogrammes wird in Mathematik durchgeführt

Geografie und Wirtschaftskunde:
Das Ausmaß der Stunden wird um eine Wochenstunde gekürzt. Die Lehrplanforderungen werden inhaltlich beibehalten. Das Thema „Arbeiten in Österreich" wird in den Unterrichtsgegenstand IBF verlagert.
 
 

4. Klasse

Bildnerische Erziehung:
Das Ausmaß der Stunden wird um eine Wochenstunde gekürzt. Die Lehrplanforderungen werden inhaltlich beibehalten. Die Anzahl der Zeichnungen wird daher reduziert.

Physik/Chemie:
In Physik wurde das Stundenausmaß um 0,5 Stunden gekürzt.
Folgende Lehrinhalte werden verlagert:
- Nationale und internationale Elektrizitätsversorgung und das Verbundnetz wird in GW behandelt
- wie Geräte funktionieren wird in IBF verlagert
- Aus dem Bereich Optik werden die Themen „Optische Geräte und deren Anwendungen" nach IBF verlagert

In Chemie wurde das Stundenausmaß um 0,5 Stunden gekürzt.
Folgende Lehrinhalte werden verlagert:
- Fotosynthese
- die Entstehung von Erdöl, Erdgas und Kohle
- die Wirkung von Alkohol auf den Menschen wird in BU behandelt.

Fächerübergreifend mit Ernährung und Haushalt werden folgende Lerninhalte unterrichtet:
Fette, Kohlenhydrate, Eiweißstoffe, Konservierungsmöglichkeiten, Informationen über das Lebensmittelgesetz.

Der Chemieunterricht konzentriert sich auf den chemischen Aufbau , die Eigenschaften und die Verwendung und Verarbeitung dieser Stoffe. Die Lernziele zum Fachbereich „Umweltprobleme als Folge der Störung natürlicher Kreislaufsysteme"  werden nicht als gesonderte Themen behandelt, sondern sind Themen, die in den einzelnen Unterrichtseinheiten als Grundhaltungen für eine umweltbewußte Erziehung einfließen sollen.

3.2  Lehrpläne der neuen Fächer

3.2.1  Lehrplan für Text- und Datentechnik

3.2.1.1   Maschinschreiben (1. Klasse):

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beherrschung der Schreibmaschine im Zehn-Finger-Blindschreiben (Grundstellung asdf - jklö); fehlerfreies und sauberes Schreiben ohne bestimmte Geschwindigkeit.
Möglichst selbständiges Abfassen einfachster Schriftstücke für den Gebrauch im täglichen Leben.
Erziehung zur pfleglichen Behandlung der Schreibmaschine.
Förderung der Bereitschaft zur Weiterbildung.
 
 

Lehrstoff:

Richtige Körper- und Handhaltung; methodische Erarbeitung des Grifffeldes im Zehn-Finger-Blindschreiben (Grundstellung asdf - jklö) aller Buchstaben, Ziffern und Zeichen.
Übungen im richtigen und sauberen Abschreiben und im Schreiben nach Diktat ohne bestimmte Geschwindigkeit.

Anfertigen einfacher Schriftstücke, wie sie in der Praxis vorkommen.
Richtige Anwendung der Hervorhebungsarten (Unterstreichen, Sperrschrift, Mittestellen und Großschreiben ); Anfertigen einfacher Schriftstücke, die nicht genormt sind, aber in der Praxis wichtig sind ( z.B. Listen und Preisverzeichnisse), wie auch einfachster genormter Schriftstücke; Ausfüllen von Vordrucken; allenfalls Anlegen einer Mustermappe.

Das Hauptaugenmerk ist auf die Brauchbarkeit aller angefertigten Schriftstücke und nicht auf das Erzielen höherer Geschwindigkeiten zu lenken.

Maschinenkunde: Bedienung aller Einrichtungen der Schreibmaschine, die zur Anfertigung der genannten Arbeiten nötig sind. Pflege der Schreibmaschine.
 

Schularbeiten: drei im Schuljahr
 

3.2.1.2   Einführung in die Informatik (2. Klasse)
 

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Einführung in die Informatik kommt die Aufgabe zu, den Schülern Möglichkeiten zu eröffnen, Erfahrungen im Umgang mit Computern  als der „4. Kulturtechnik" zu sammeln.
Die gewonnenen Fertigkeiten, Fähigkeiten und Erkenntnisse sollen in einem fächerübergreifenden Unterricht in den übrigen Gegenständen angewendet werden.
Darüber hinaus sollen die Schüler befähigt werden, stark interessensorientierte Arbeiten in selbst organisierter, selbsttätiger Weise sowohl individuell als auch in der Gruppe durchzuführen.
Vertrautheit und Geläufigkeit mit einer bestimmten Anwendersoftware sollen es den Schülern erleichtern, Interesse für größere Zusammenhänge zu entwickeln. Andere Nutzungsmöglichkeiten von Anwendersoftware als die eigenen - wie z.B. betriebliche Anwendungsmöglichkeiten - sollen kennengelernt werden. Die Lernenden sollen zu eigenständig verantwortungsvoller Auseinandersetzung mit persönlichen, wirtschaftlichen, technischen, sozialen und kulturellen Aspekten neuer Informations- und Kommunikationstechniken befähigt werden.
 

Lehrstoff:

Die in der ersten Klasse erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in Maschinschreiben sind zu festigen.
 
 

Grundlegende Handhabungsfertigkeiten:
  - praxisgerechte Systembedienung
 - Benützung der Tastatur
 - Umgang mit Speichermedien
 - Starten von Programmen
 - Handhaben von verschiedenen Benutzeroberflächen
 - Eingabe- und Ausgabemöglichkeiten
 - Betriebssystem; grundlegende Befehle, Fehlermeldungen
 

Textverarbeitung:
 - Festigung der in Maschinschreiben gelernten Buchstaben und Zeichen
 - Grundfunktionen
 - Texterstellung
 - Textbearbeitung
 - Textgestaltung eventuell mit Graphik

Tabellenkalkulation:
 - Arbeitsblattaufbau
 - Benützen von fertigen Rechengefügen
 - Ausdrücken von Abhängigkeiten (einfache Formeln erstellen)

Die Schüler sollen außerdem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten neuer Informations- und Kommunikationstechniken, insbesondere des Computers im persönlichen Bereich, in der Schule und in der Freizeit kennenlernen und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Daten (Datenschutz, Urheberrecht,  Schutz vor Viren) erzogen werden.
 

3.2.2   Lehrplan für Interessen- und Begabungsförderung
 
 

Bildungs- und Lehraufgabe

Das Wahlpflichtfach Interessen- und Begabungsförderung gibt Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, ihre persönlichen Interessen und individuellen Begabungen zu entdecken  und ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Kenntnisse in besonderer Weise zu entwickeln, zu entfalten, zu erweitern und zu vertiefen. Wesentliches Ziel dieses Faches ist es, Begabung in einem sehr breiten und ganzheitlichem Sinn zu fördern. Die Aufgaben und Ziele des Wahlpflichtfaches orientieren sich in diesem Zusammenhang an Fragestellungen, die sich aus dem Lebensalltag der Kinder und Jugendlichen, aus den Bildungsbereichen und aus dem Unterricht in allen Pflichtgegenständen ergeben können. Bedacht ist darauf zu nehmen, dass die Schülerinnen und Schüler ihre kognitiven, affektiven, kreativen und sozialen Fähigkeiten entfalten können. Dies geschieht vornehmlich durch ganzheitliches, angewandtes und  forschendes Lernen sowie durch selbständigen Bildungserwerb. Dem Gesichtspunkt der Individualisierung ist dabei oberste Priorität beizumessen.
 

Lehrstoff
Für das Fach IBF wird kein ausformulierter Lehrstoff angegeben. Durch die Umschichtungen und Stundenkürzungen werden aber die folgenden Teilbereiche der Lehrinhalte aus anderen Gegenständen in dieses Fach verlagert.
Die Bereiche, die in folgenden Gegenständen angegeben werden, sollen zum Inhalt gehören.
Die jeweilige inhaltliche Auswahl und Festlegung des Lehrstoffes hat unter besonderer Berücksichtigung der Interessen und Begabungen der Schüler und unter Berücksichtigung der drei Bereiche durch das Lehrerteam bis zur 7. Unterrichtswoche zu erfolgen und ist schriftlich  in Jahresplanform festzuhalten. Für den sprachlichen Bereich wird im Folgenden ein eigener Lehrplan angegeben.

Biologie und Umweltkunde:
1. Klasse: Botanik, Zoologie, ...
2. Klasse: Ökosystem Wald, Zelle, ...
3. Klasse: Geologie, ...
4. Klasse: Mensch, ...

Geografie und Wirtschaftskunde 3. Klasse:
Arbeiten in  Österreich (Berufsvielfalt, Berufsanforderungen, Ausbildungsmöglichkeiten, unterschiedliche Arbeitsbedingungen, der Jugendliche und die Frau in der Arbeitswelt, Arbeitsmarkt), ...

Geometrisches Zeichnen 3. Klasse:
Zeichnen von Schaltplänen, ...

Ernährung und Haushalt 3. Klasse:
Lebensmittelgesetz und Kennzeichnung, Einblick in Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden von Lebensmitteln, ...
 

Physik 4. Klasse:
Wie Geräte funktionieren (z.B. Bedienungsanleitungen für Elektrogeräte,...)
Bau einfacher Geräte (z.B. Periskop, Modell eines Fernrohres, usw.)
Modelle mit verschiedenen Baukastensystemen bauen ( Legotechnik,...)
Bau von Musikinstrumenten
Kräfte und ihre Wirkungen
Wetterbeobachtungen (Aufbau einer Wetterstation)
Einfache elektronische Schaltungen
u.a.m.

Chemie 4. Klasse:
Lebensmitteluntersuchungen (z.B. Nitratnachweis,...)
Wasseruntersuchungen
Herstellung von Waschmitteln und Wirkungsweise von Haushaltschemikalien
Umweltbewusste Düngung und Bodenuntersuchungen
u.a.m.

Bildnerische Erziehung 4. Klasse:
Naturstudien; Kennenlernen von Stilformen; Gestalten von Plakaten; Einsatz von Foto und Video; Bedeutung der Zeichnung für verschiedene Berufe und Lebenssituationen.
Didaktische Grundsätze

Das Wahlpflichtfach „Interessen und Begabungsförderung" ist durch ein besonders offenes Lehrstoffkonzept charakterisiert, das weitgehende Spielräume für die Auswahl einzelner Themenbereiche zulässt.
Die Wahl des Themas beziehungsweise die Aufgabenstellung und die Festlegung der weiteren Umstände (Ziele, Arbeitsweisen, Organisationsformen) sollen nach Möglichkeit von den Schülern getroffen werden. Der Lehrer soll Initiative, Selbständigkeit, Selbsttätigkeit und Selbstfindung der Schüler ebenso wie entsprechende kooperative und kommunikative Prozesse fördern. Dazu gehört auch die Beratung bei ihrer Themen- und Aufgabenfindung bis hin zur  Abklärung entsprechender Vorgangsweisen.
 

3.2.2.1  Lehrplan IBF - sprachlicher Bereich

Im sprachlichen Bereich wird im Fach Englisch oder Französisch nach dem jeweils gültigen Lehrplan unterrichtet.
Für beide Sprachen soll der Erwerb kommunikativer Fähigkeiten im Vordergrund stehen.

Für Französisch gilt Folgendes:
In der 2. Klasse (6. Schulstufe) haben alle SchülerInnen die Möglichkeit in den Unterrichtsstunden die französische Sprache kennenzulernen. Französisch ist in der 2. Klasse eine „Unverbindliche Übung".

Neben einfachen rezeptiven Fertigkeiten sollen die SchülerInnen Land, Leute und Kultur (europ. Dimension) kennenlernen. Die Motivation zum Kennenlernen anderer Sprachen, Menschen und ihrer Lebensweise soll verstärkt werden.
Einen weiteren Schwerpunkt in der 2. Klasse bildet das Erkennen von sprachlichen Interessen und Begabungen.
Die SchülerInnen sollen in den folgenden Klassen (7. und 8. Schulstufe) durch den Aufbau einer altersgemäßen Kommunikationsfähigkeit in die Lage versetzt werden, in dieser Fremdsprache Gehörtes und Gelesenes zu verstehen und sich mündlich und allenfalls schriftlich richtig auszudrücken.
Nachdem Französisch erst in der 2. Klasse,  (zirka 10 Unterrichtsstunden/Schuljahr) beginnt und eine weitere Reduktion des Lehrstoffes auf zwei Wochenstunden in der 3. und 4. Klasse vorgenommen wird, muss die im Lehrplan vorgesehene sprachliche Kompetenz zum großen Teil auf rezeptive Fertigkeiten eingeschränkt werden.
Auf folgende Lerninhalte soll besonders eingegangen werden:
Satzarten, Verneinung, Nominalgruppe, Verben, Erweiterungen des einfachen Satzes sowie zusammengesetzte Sätze.

Schriftliche Arbeiten:

2. und 3. Jahrgang ( 3.und 4. Klasse):  - Schul- und Hausübungen,
      - eine Schularbeit pro Semester


 
 
 
 
 

4. Konzept zur Personalentwicklung - schulinterne Fortbildung

Um den neuen Herausforderungen kompetent und adäquat begegnen zu können, soll begleitend und auf die Konzeptteile abgestimmt im folgenden Schuljahr ein schulinternes Konzept zur Fortbildung erarbeitet werden. Daher werden hier nur allgemeine Maßnahmen zu den einzelnen Bereichen beschrieben.

Im Fach TDV werden Kinder in den ersten zwei Unterrichtsjahren gut ausgebildet. Hier ist es sinnvoll, die neuen Fertigkeiten in den folgenden Jahren in den Trägerfächern - aber auch in anderen Unterrichtsgegenständen - gezielt zu nutzen. Hier soll ein Konzept zur schulinternen Ausbildung aller LehrerInnen erarbeitet und in den Folgejahren umgesetzt werden.

Im Fach IBF sollen Kinder eigenständig Wissen erwerben können, zusammenarbeiten lernen und fächervernetzend denken und arbeiten. Dies kann nur über projektorientiertes Arbeiten, in Gruppen- und Partnerarbeit oder anderen kommunikativen Formen erreicht werden. Fortbildung für diesen Bereich soll daher auf den verstärkten Erwerb der dafür notwendigen Kompetenzen abzielen.

Der Umgang mit schwierigen Kindern stellt eine Anforderung dar, der sich das LehrerInnenteam der Schule ebenfalls stellen will. Fortbildung für diesen Bereich soll daher dem Erwerb von Methoden des sozialen Lernens dienen.

Auch der Bereich „Berufsorientierung und Berufsinformation" wird durch Fortbildungsveran-staltungen abgedeckt.
 


 
 
 
 
 
 

5. Evaluation

Mit den getroffenen Maßnahmen will die Hauptschule Kobersdorf eine Qualitätssteigerung in der Ausbildung der Kinder erreichen. Damit dies tatsächlich gelingt, soll in periodischen Abständen überprüft werden, ob diese Maßnahmen die in sie gesetzten Erwartungen auch erfüllen.

Die folgenden Punkte könnten Indikatoren für die erwartete Qualitätssteigerung sein:
· Für das Fach TDV könnten die Kenntnisse der Kinder, die diese Ausbildung noch nicht erhalten haben, als Vergleichsbasis dienen. Es könnten also in den nächsten Jahren jeweils in allen Klassen ohne TDV die Kenntnisse in Maschinschreiben (z. B. Anschlagzahl und Fehlerquote) und Informatik abgeprüft werden. In den Folgejahren könnten diese Daten dann mit den Kenntnissen der Kinder mit TDV verglichen werden.
· In IBF könnten folgende Bereiche Indikatoren für eine Qualitätssteigerung sein:

· In den „gekürzten Gegenständen" sollte ebenfalls erhoben werden, ob und wie sich die Reduktion auswirkt (z. B. durch einen Vergleichstest in einigen Gegenständen, der aus einer anderen Schule übernommen wird).
 

Da das Lehrerteam derzeit vorwiegend mit der Ausarbeitung der für die neuen aber auch der gekürzten Fächer notwendigen Umplanungen beschäftigt ist, wird hier noch kein Evaluationskonzept angegeben. Ein solches soll erst im zweiten Jahr der Umsetzung ausgearbeitet werden.